“Millionen Menschen versenden über den Dienst Telefon Audiofetzen von bestürzender Belanglosigkeit – das nervt”

Kann sich jemand ernsthaft im Jahr 2009 eine solche Überschrift vorstellen? Nein? Die ZEIT schon. Das Telefon war zunächst auch eine Technologie, die man für nicht sonderlich nützlich hielt. Sie galt als Belustigung auf Jahrmärkten. Die Kommunikation über Twitter und Identica ist auch nur eine Technologie – nur dass man ihr dauernd vorwirft, wie sie genutzt wird. SMS werden auch nicht so absurd beschimpft, bloß weil meistens Belanglosigkeiten darin stehen. Das einzige Argument gegen Belanglosigkeiten ist unnötiger Ressourcenverbrauch. Aber was ist schon nötig? Der Mensch ist eben ein kulturelles Wesen, welches (Achtung Widerspruch) Unnötiges braucht.

An die Zeit: Ein Blick in die Mediengeschichte kann nie schaden. Zum Beispiel bei Stefan Heidenreich.

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